Letzte Woche veranstaltete die AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“ den „Tag der deutschen Jugend“ in Schwerin. Die innenpolitische Sprecherin der bündnisgrünen Landtagsfraktion MV, Constanze Oehlrich, kommentiert:
„Die Bilder aus Schwerin sprechen eine eindeutige Sprache: Wer gemeinsam mit führenden Akteuren der Identitären Bewegung und einschlägig bekannten Rechtsextremist*innen marschiert, kann sich nicht länger als bürgerliche Partei inszenieren. Die Veranstaltung der AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“ zeigt deutlich die enge personelle und ideologische Verflechtung der AfD mit verfassungsfeindlichen Strukturen in Mecklenburg-Vorpommern.
Die personellen Überschneidungen, das gemeinsame Auftreten und die engmaschigen Netzwerke sind weitere Belege für die Verfassungsfeindlichkeit der AfD. Wer Seite an Seite mit der extremen Rechten demonstriert, macht deutlich, wohin die Reise gehen soll. Jeder dieser Aufmärsche verbessert die Erfolgsaussichten eines AfD-Verbotsverfahrens vor dem Bundesverfassungsgericht.“
Hintergrund
Die Identitäre Bewegung Deutschland (IBD) ist eine 2012 gegründete, vom Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextremistische Bestrebung“ eingestufte Jugendbewegung. Sie propagiert einen ethnisch definierten Volksbegriff, fordert sogenannte „Remigration“ und arbeitet mit metapolitischen Strategien daran, rechtsextreme Positionen in die gesellschaftliche Mitte zu tragen. Ihre personellen und ideologischen Verbindungen zur AfD und ihrem Umfeld sind seit Jahren dokumentiert. Im Jahr 2025 wurde ihre Anhängerschaft in Deutschland mit rund 400 Personen angegeben.
Im Mittelpunkt ihrer rechtsextremen Ideologie steht die Behauptung einer angeblich stattfindenden „Ersetzungsmigration“ beziehungsweise eines „Bevölkerungsaustauschs“. Daraus leitet die IBD ihre Kernforderung nach einer „Remigration“ ab, mit der eine möglichst weitgehende „ethnokulturelle“ Homogenität hergestellt werden soll. Diese Positionen sind Bestandteil ihres rechtsextremistischen Weltbildes.
Die Ideologie der IBD zielt darauf ab, Menschen mit außereuropäischer Herkunft von demokratischer Teilhabe auszuschließen und sie in einer ihre Menschenwürde verletzenden Weise zu diskriminieren.

Fraktionsvorsitzende und innenpolitische Sprecherin