Die erneuten Totfunde von Kegelrobben an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns machen uns große Sorgen. Mehr als 30 tote Tiere wurden in diesem Jahr bereits gemeldet. Angesichts einer lokalen Population von nur etwa 150 bis 200 Kegelrobben ist das eine alarmierende Entwicklung, die nicht einfach hingenommen werden darf.
Dazu erklärt der umwelt- und tierschutzpolitische Sprecher der bündnisgrünen Landtagsfraktion Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Harald Terpe:
„Die Todesursache einer jeden toten Kegelrobbe muss zeitnah und transparent aufgeklärt werden. Dass bei mehreren der bislang untersuchten Tiere Hinweise auf mögliche menschliche Einwirkungen festgestellt wurden, zeigt, wie wichtig eine lückenlose Aufklärung ist. Solange die Ursachen nicht zweifelsfrei geklärt sind, verbieten sich vorschnelle Schlussfolgerungen. Darum dürfen die offenen Fragen keinesfalls auf die lange Bank geschoben werden.
Bereits nach der Todesserie im Jahr 2024 haben wir die Landesregierung aufgefordert, die Ursachen konsequent aufzuklären und den Schutz der Kegelrobben zu verbessern. Dass wir heute erneut über eine auffällige Zahl toter Tiere sprechen müssen, zeigt, dass weiterer Handlungsbedarf besteht. Das Umweltministerium muss transparent darlegen, welche Untersuchungen laufen, welche Erkenntnisse bereits vorliegen und welche Konsequenzen daraus gezogen werden.“
Robbenschutz braucht Ostseeschutz
Kegelrobben gehören zu den streng geschützten Arten der Ostsee und sind ein wichtiger Bestandteil unseres marinen Ökosystems. Die aktuellen Totfunde machen erneut deutlich, wie verletzlich die Ostsee ist.
„Wir brauchen wirksame Meeresschutzgebiete, weniger Nährstoffeinträge und eine konsequente Verringerung weiterer Belastungen für das sensible Ökosystem. Der Schutz der Kegelrobben endet nicht bei der Untersuchung einzelner Totfunde – wir müssen alles dafür tun, dass sich die Ostsee insgesamt wieder erholen kann. Denn was die Tiere schützt, ist auch zu unserem Schutz“, so Terpe.

umwelt- und
tierschutzpolitischer Sprecher