Schutz vor PFAS gefordert // Dr. Terpe: „Diese Chemikalien gehören nicht ins Wasser, nicht in den Boden und nicht in unseren Körper“

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordert mit einem Antrag an den Landtag Mecklenburg-Vorpommern, die Belastung von Menschen und Umwelt durch PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) in Mecklenburg-Vorpommern konsequent zu reduzieren. Diese „Ewigkeitschemikalien“ sind praktisch unzerstörbar, verbreiten sich unkontrolliert und stellen eine ernsthafte Gefahr für Umwelt und Gesundheit dar.

PFAS-Belastung: regelmäßige Untersuchungen notwendig

„Was man nicht sieht, kann trotzdem gefährlich sein – und genau das ist bei PFAS der Fall. Sie reichern sich in Böden, Gewässern und im menschlichen Körper an, und wir tun noch viel zu wenig, um sie einzudämmen“, kritisiert Dr. Harald Terpe, umweltpolitischer Sprecher der bündnisgrünen Landtagsfraktion.

Deutschland setzt sich auf EU-Ebene bereits für eine strengere Regulierung von PFAS ein, doch Mecklenburg-Vorpommern bleibt bislang weit hinter seinen Möglichkeiten zurück. „Die Landesregierung hat das Problem zwar erkannt, handelt aber viel zu zögerlich. Statt nur auf Bundes- und EU-Entscheidungen zu warten, könnte sie längst selbst Maßnahmen ergreifen, um PFAS aus der Umwelt und unserem Alltag zurückzudrängen“, so Terpe.

„Diese Chemikalien gehören nicht ins Wasser, nicht in den Boden und nicht in unseren Körper“

Jüngste Berichte über hohe PFAS-Konzentrationen im Meeresschaum an Mecklenburg-Vorpommerns Küsten zeigen die Dringlichkeit des Problems. „Diese Chemikalien gehören nicht ins Wasser, nicht in den Boden und schon gar nicht in unseren Körper. Aber solange es keine systematischen Untersuchungen gibt, wissen wir nicht einmal genau, wie groß das Problem ist“, warnt Terpe. Der Antrag der Bündnisgrünen fordert deshalb regelmäßige Tests von Trinkwasser, Böden und Luft – und volle Transparenz der Ergebnisse. „Die Menschen haben ein Recht darauf zu wissen, was in ihrem Wasser steckt.“

„Tickende Zeitbomben“: Sanierung PFAS-belasteter Flächen gefordert

Auch die öffentliche Hand muss ihre Verantwortung wahrnehmen: „PFAS haben in öffentlichen Beschaffungen nichts verloren – weder in Regenjacken noch in Lebensmittelverpackungen oder Feuerlöschmitteln. Es gibt längst Alternativen, aber sie werden viel zu wenig genutzt. Die Landesregierung muss hier mit gutem Beispiel vorangehen“, so Terpe.

Ein weiteres drängendes Problem sind die vielen belasteten Standorte, vor allem frühere Militär- und Industrieflächen. „Diese Altlasten sind tickende Zeitbomben – je länger wir warten, desto größer werden die Schäden. Wir brauchen endlich eine konsequente Strategie zur Sanierung dieser Flächen“, fordert Terpe. „Wir wissen, dass PFAS schädlich sind. Wir wissen, dass sie sich weiter ausbreiten. Deshalb ist die einzig logische Konsequenz, jetzt konsequent für eine Begrenzung dieser Chemikalien zu handeln“, so Terpe abschließend.


Hinweis:

Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN „Schutz von Mensch und Umwelt – Anwendung von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen in Mecklenburg-Vorpommern begrenzen“ (Drucksache 8/4628) vom 26. Februar 2025


Dr. Harald Terpe MdL
Umweltpolitischer Sprecher