Was den Menschen in Vorpommern versprochen wurde, droht das CDU-geführte Bundesverkehrsministerium nun zu kassieren: Wie es mit der Vorpommern-Magistrale weitergeht, ist derzeit offen. Der geplante Schienenausbau könnte an fehlenden Bundesmitteln scheitern.
„Der Umgang mit der Vorpommern-Magistrale wirft grundsätzliche Fragen auf: Quasi über Nacht werden öffentlichkeitswirksam zusätzliche Bundesmittel für die Warnowbrücke – ein wichtiges Projekt in Rostock – mobilisiert, während hingegen für die lang zugesagte Schienenanbindung einer ganzen Region plötzlich kein Geld mehr da sein soll“, kritisiert Jutta Wegner, Verkehrspolitikerin und Parlamentarische Geschäftsführerin der Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Mecklenburg-Vorpommern.
„Offenbar gilt in der Verkehrspolitik der Union: Wer die richtigen politischen Verbindungen hat, bekommt Unterstützung. Erst recht, wenn man – wie die CDU in Mecklenburg-Vorpommern nach der Wahlschlappe – gute Publicity dringend gebrauchen kann. Doch gute Verkehrspolitik muss die Entwicklung des gesamten Landes im Blick behalten. Dazu gehört ausdrücklich auch der Ausbau der Schiene“, so Wegner weiter.
Vorpommern-Magistrale nicht aufs Abstellgleis schieben
„Die Vorpommern-Magistrale ist eine zentrale Zukunftsinvestition, die endlich vorankommen muss. Sie verbessert die Anbindung Vorpommerns an Berlin, schafft Perspektiven für Wirtschaft und Tourismus und stärkt klimafreundliche Mobilität. Wer dieses Projekt jetzt aufs Abstellgleis schiebt, nimmt in Kauf, dass eine ohnehin strukturell benachteiligte Region weiter abgehängt wird.
Die Bundesregierung muss zu ihren Zusagen stehen. Wir erwarten, dass die Mittel für die weitere Planung im Bundeshaushalt 2027 abgesichert werden. Dafür sollte sich auch die CDU in Mecklenburg-Vorpommern mit Nachdruck bei ihren Parteifreund*innen in Berlin einsetzen“, fordert Wegner.

Parlamentarische Geschäftsführerin und
verkehrspolitische Sprecherin