Anlässlich der abschließenden Beratung des Fünften Gesetzes zur Änderung des Kindertagesförderungsgesetzes hat die bündnisgrüne Landtagsfraktion einen Entschließungsantrag für eine verbindliche Qualitätsstrategie in der Kindertagesförderung und Ganztagsbildung eingebracht.
„Die Verbesserungen bei den Fachkraft-Kind-Relationen sind ein Erfolg des Volksbegehrens ‚Zukunftsplan Kita‘, der intensiven Beratungen im Bildungsausschuss und des breiten gesellschaftlichen Engagements. Das ist ein wichtiger Schritt. Aber die Landesregierung verweigert den zweiten: Sie legt keinen verbindlichen Plan vor, wie die Qualität in unseren Kitas in den kommenden Jahren weiter verbessert werden soll. Damit bleibt sie deutlich hinter den Erwartungen von mehr als 150.000 Unterstützer*innen des Volksbegehrens zurück“, erklärt die Parlamentarische Geschäftsführerin und bildungspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Jutta Wegner.
„Die größte Qualitätschance seit Jahrzehnten“
„Bis 2035 wird die Zahl der Kinder in Mecklenburg-Vorpommern um rund 36.000 beziehungsweise 21 Prozent sinken. Das ist keine Sparchance – das ist die größte Qualitätschance seit Jahrzehnten. Wer jetzt nicht handelt, verspielt die Möglichkeit, die Fachkraft-Kind-Relationen im Land dauerhaft zu verbessern, Fachkräfte zu halten und die frühkindliche Bildung zukunftsfest aufzustellen.“
Der Entschließungsantrag der bündnisgrünen Fraktion fordert deshalb eine landesweite Qualitätsstrategie mit einem verbindlichen Entwicklungspfad für bessere Fachkraft-Kind-Relationen, Fachkräftebindung, Inklusion und Ganztagsbildung.
„Auch der von uns initiierte Runde Tisch Ganztag hat deutlich gemacht, was gute Bildung heute braucht: multiprofessionelle Teams, Inklusion, verbindliche Qualitätsstandards und Ganztag als Bildungsraum. Viele dieser Empfehlungen sind bislang nur teilweise umgesetzt. Die nächste Legislaturperiode muss deshalb genutzt werden, diese Qualitätsagenda konsequent weiterzuführen. Unser Antrag ist kein Blick zurück, sondern ein Auftrag für die Zukunft, der sich an uns alle richtet, parteiübergreifend. Denn am Ende geht es nicht um Betreuungsschlüssel, sondern um die Zukunft unserer Kinder“, so Wegner abschließend.

Parlamentarische Geschäftsführerin und
bildungspolitische Sprecherin