Nach Abschluss der Generalsanierung der Strecke Hamburg–Berlin wird es die viel diskutierte Frühverbindung von Rostock über Schwerin nach Hamburg weiterhin geben. Darauf haben sich die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern und die Deutsche Bahn verständigt. Auch die Spätverbindung von Hamburg nach Rostock ist gesichert und soll ab dem ersten Tag nach Ende der Sperrung wieder fahren.
Dazu erklärt Jutta Wegner, mobilitätspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Mecklenburg-Vorpommern:
„Das ist eine gute Nachricht für die Pendler*innen in unserem Land, die zeigt: Politischer Druck wirkt. Die frühe ICE-Verbindung ist für viele Menschen unverzichtbar. Dass sie nun bleibt, ist nur folgerichtig. So kann es aussehen, wenn die Bedürfnisse der Menschen endlich ernst genommen werden. Wer täglich nach Hamburg pendelt oder früh aus Hamburg nach Mecklenburg-Vorpommern kommt, braucht verlässliche Angebote und keine betriebswirtschaftlichen Rechenspiele zulasten der Fahrgäste.
Zudem wird geprüft, ob die Fernverkehrszüge künftig auch mit dem Deutschlandticket sowie weiteren Zeitkarten nutzbar sein werden. Mit diesem Schritt könnte die Deutsche Bahn dem Fahrgastdefizit, das die ursprüngliche Begründung für die Einkürzung der Frühverbindung war, entgegenwirken. Fern- und Regionalverkehr wären dadurch besser verzahnt und die klimafreundliche Pendelfahrt deutlich attraktiver.“
Wegner macht deutlich, dass die jetzt erzielte Einigung kein Endpunkt sein darf: „Die Sicherung dieser Verbindung ist ein Erfolg, aber jetzt gilt es, dieses Momentum beizubehalten und mehr Tempo für gute Bahnverbindungen in MV zu schaffen. Unser Bundesland braucht insgesamt mehr schnelle, verlässliche und bezahlbare Bahnangebote.“
„Gerade in einem Flächenland entscheidet gute Mobilität darüber, ob Regionen lebendig bleiben und Menschen hier wohnen und arbeiten können“, so Wegner weiter. „Wenn Land, Bund und Bahn sich einigen können, dann bitte nicht nur im Ausnahmefall. Wir brauchen dieses Tempo und diesen Willen dauerhaft: für den Ausbau der Strecke Rostock–Stralsund, für die Vorpommern-Magistrale, für die Südanbindung Usedoms, die Nord-Südbahn, die Darßbahn und für bessere Verbindungen auch jenseits der Hauptachsen. Wer ernsthaft will, dass mehr Menschen vom Auto auf die Bahn umsteigen, darf gute Verbindungen nicht als Sonderfall behandeln. Die heutige Einigung zeigt: Es geht. Jetzt braucht es mehr davon, konsequent und landesweit.“

Parlamentarische Geschäftsführerin und
verkehrspolitische Sprecherin