Bahnstrecke Hamburg–Berlin // Wegner: „Armutszeugnis für das Projektmanagement der Bahn“

Zur Verschiebung der Sanierung der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin erklärt die verkehrspolitische Sprecherin der bündnisgrünen Landtagsfraktion Mecklenburg-Vorpommern, Jutta Wegner:

„Neun Monate Vollsperrung reichen offenbar immer noch nicht aus, um auf einer der wichtigsten Schienenstrecken des Landes wieder verlässlich Züge fahren zu lassen. Das ist ein Armutszeugnis für das Projektmanagement der Bahn – und eine schlechte Nachricht für alle Fahrgäste.“

Den Verweis auf den strengen Frost lässt Wegner nicht gelten: „Winterwetter darf niemanden überraschen – erst recht nicht bei einer monatelang geplanten Generalsanierung. Es war schlicht keine gute Idee, diese zentrale Korridorsanierung über die Wintermonate zu ziehen.“

Wegner: Sperrungen zwischen Lübeck und Bad Kleinen müssen verschoben werden

Mit Blick auf die drohenden Folgeprobleme fordert Wegner ein Umdenken bei den nächsten Bauvorhaben: „Dass trotz aller Warnungen aus der Branche die Sperrungen der Umleiterstrecken zwischen Lübeck und Bad Kleinen nahtlos zum 1. Mai starten sollen, ist hochriskant. Diese Sperrungen müssen verschoben werden, sonst herrscht komplettes Chaos in MV.“

Abschließend fordert Wegner mehr Verlässlichkeit von der Bahn: „Jetzt braucht es Transparenz, realistische Zeitpläne und eine deutlich bessere Abstimmung der Baustellen. Fahrgäste und Güterverkehr dürfen nicht weiter unter schlecht koordinierten Großprojekten leiden.“


Jutta Wegner MdL
Parlamentarische Geschäftsführerin und
verkehrspolitische Sprecherin