Fachkräfte sichern Wohlstand // Wegner: „Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels darf die Landesregierung hier nichts verschlafen“

Der Jahresausblick 2026 der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern macht deutlich, wie stark die wirtschaftliche Stabilität des Landes bereits heute von internationaler Arbeits- und Fachkräftezuwanderung abhängt. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass Beschäftigte aus dem Ausland in vielen Bereichen längst unverzichtbar sind.
Jutta Wegner, parlamentarische Geschäftsführerin und wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag Mecklenburg-Vorpommern, erklärt:

„Die Ergebnisse der Unternehmensumfrage zeigen vor allem eines: Der größte Engpass für die wirtschaftliche Zukunft Mecklenburg-Vorpommerns ist der Fachkräftemangel. Viele Betriebe halten sich nur deshalb noch stabil, weil internationale Arbeits- und Fachkräfte längst zentrale Aufgaben übernehmen. Ohne sie würde in weiten Teilen des Landes nichts mehr funktionieren.

Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels darf die Landesregierung hier nichts verschlafen. Mecklenburg-Vorpommern ist eines der demografisch ältesten Bundesländer Deutschlands – Fachkräftesicherung ist deshalb keine Randfrage, sondern die entscheidende wirtschaftspolitische Aufgabe unserer Zeit. Wir müssen jetzt zügig vorankommen und die Bedingungen für Zuwanderung, Integration und Bleibeperspektiven deutlich verbessern.

Die Kampagne ‚Zuwanderung wirkt‘ macht sichtbar, was im politischen Handeln bislang zu kurz kommt: Internationale Fachkräfte sind kein Zukunftsthema, sie sind schon heute das Rückgrat vieler Betriebe. Die Landesregierung muss daraus endlich Konsequenzen ziehen – mit schnelleren Anerkennungsverfahren, besserer Beratung für Unternehmen, gezielter Unterstützung beim Ankommen und einer Willkommenskultur, die diesen Namen verdient.

Wer wirtschaftliche Stabilität sichern und Wachstum ermöglichen will, muss Fachkräfte gewinnen und halten. Dafür braucht es jetzt Entschlossenheit und Tempo – nicht weiteres Abwarten.“


Jutta Wegner MdL
Parlamentarische Geschäftsführerin und wirtschaftspolitische Sprecherin